Mittwoch, 21. September 2016

Lago Maggiore und Comersee mit Edeltrikes

In diesem Jahr wurde von Edeltrikes wieder die Tour Lago Maggiore und Comersee angeboten

Erfahren werden die beiden schönsten oberitalienischen See. Der Lago Maggiore übt auf die Menschen nördlich der Alpen eine gewaltige Faszination aus. Drei Autostunden von Basel entfernt verlieren die atlantischen Tiefausläufer ihre Wirkung und man taucht in ein mediterranes Klima ein. Schon früh im Jahr blühen Christrosen, Jasmin, Magnolien, Kamelien und Oleander. Charakteristisch am Comersee sind die zahlreichen direkt am Ufer liegenden kleinen Dörfer, von denen viele ihren ganz eigenen Charakter bis heute erhalten haben. Viele der luxuriösen Villen entstammen noch aus dem 15. Jahrhundert, als der Comersee durch die Seidenraupenzucht und die dadurch entstandene Seidenindustrie reich geworden.
Soweit der kurze Überblick über eine wirklich sehr schöne Tour, in der neben herrlichen Wasserlandschaften auch die 2tausender Pässe nicht zu kurz kommen werden.

Bevor es losgeht kommt erst Mal der bei der Firma Edeltrikes obligatorische Kennenlernabend am Vorabend des ersten Tourtages. Dieses mal im Scharfen Eck in Mühlacker.
Das Ziel dieses Abends ist das gegenseitige Kennenlernen aller Tourteilnehmer, die Durchsprache der Gruppenregel für einen möglichst reibungslosen Ablauf der Tour und der Ablauf des ersten Tourtages.
Bei dem genialen Wetter fand dieser natürlich im Freien statt.
Es stellte sich schnell heraus, dass diese Truppe bestehend aus 15 Teilnehmern auf 9 Trikes gut zusammen passt, und wir gemeinsam eine wunderbare Woche erleben werden. Bedingt durch die vier Hotelwechsel und dem auf dieser Tour gewünschte Charme von kleineren Hotels wurde die max. Teilnehmerzahl im Gegensatz zu sonstigen Edeltrikestouren kleiner gehalten, so dass die Tour bereits 2 Tage nach der Ausschreibung im November 2015 restlos ausgebucht war. Nach gutem Essen, ein paar Getränken und vielen Informationen ging es dann auch recht bald in die Federn, da der Tourstart am nächsten Morgen schon auf frühe 8 Uhr festgelegt wurde. Schließlich sollten 360km durch den Schwarzwald in die Schweiz zurückgelegt werden.

1. Tag
Treffen pünktlich um 7:30 an der Vermietung in Mühlacker.
Die Wettervorhersage sieht nicht wirklich gut aus, sollte aber bis zum Ende des Schwarzwalds trocken bleiben.
Leider gab es im Schwarzwald schon den ersten Defekt, ein Unterdruckschlauch rutscht von seinem eigentlich Platz am Motor ab und als Folge davon rebelliert das Gas und der Bremskraftverstärker hat keine Funktion mehr. Kein Problem, wird umgehend vom Tourguide repariert und machte dann auch bis Tourende keine Probleme mehr.    
Egal, es geht über den Fridolinsblick nach Bad Säckingen. Dort passieren wir den Grenzübergang in die Schweiz. Die Grenzer hatten heute
 keine Lust, so dass wir ungebremst über Schlupfart, Hemmiken und Rickenbach den schönen Ort Kiesbach und in der Folge eine kleine Serpentinenstrecke zur Stadt Aarau (Hauptort des Kantons Aargau) erreichen.
Fröhlich geht es weiter ins Luzerner Hinterland mit seinen markanten Hügellandschaften. Das sind noch keine 2tausender aber genau richtig, damit sich die Gruppe beschnuppern und einfahren kann.
Kurz vor dem Erreichen des Hallwilersee’s , ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge in der Region, biegen wir rechts ab in die Berge um nach weiteren 30km unser Tagesziel zu erreichen.
Kurz vor Luzern und dem Vierwaldstädtersee in Dagmersellen liegt das Gasthaus Rössli, unser Partnerhotel für die kommende Nacht.
Alles blieb trocken, bis wir kurz vor dem Hotel noch eine Umleitung hatten und dort wurden wir dann doch noch ein wenig nass. 
Abendessen gibt es ab 19 Uhr, Geheimtip, da nicht auf der Speisekarte, hier gibt es das beste Cordon bleu im ganzen Umkreis.
Weitere Highlights des sehr freundlich geführten Hotels sind über 80 Whiskeysorten und 12 verschiedene Biere im Ausschank.
Also genügend Gelegenheit zum Probieren und der Austausch in der Gruppe über den abgelaufenen Tag kommt natürlich auch nicht zu kurz.
Der Guide hatte die Wetterapp als seine Lieblingsapp auserkoren und plant schon für den morgigen Tag, denn die Vorhersagen sagten Regen bis hinter den Gotthard voraus.

Aufgrund der Vorhersagen wurde die Tour für den morgigen Tag umgeplant und einige schöne Schweizer Pässe ausgelassen. Das wird bei dem Regen einfach zu gefährlich und die alte Tremolastraße über den Gotthard geht bei diesen Wetterbedingungen leider gar nicht. Also geht es auf direktem Weg zum Lago Maggiore wo uns Kaiserwetter erwarten wird. Ein paar Pässe dürfen wir aber dennoch mitnehmen.
2. Tag
Nach Regen die ganze Nacht hindurch wachen wir bei Dauerregen auf. Naja, wenigstens die App ist mit der Vorhersage zuverlässig. 
Um 7:22 dann die Nachricht unseres Tourguides per WhatsApp an die Gruppe, die Abfahrt ist Aufgrund des noch immer vorherrschenden Starkregens von 9:00 Uhr auf 11:00 Uhr verschoben. Dann soll der Regen nachlassen und durch das Auslassen einiger Schweizer Pässe haben wir dieses Zeitfenster um pünktlich am Lago anzukommen.
Alle sind voll motiviert und die Zeit wird sich mit Zusatzschlaf oder „Daube Sau“ vertrieben.
Endlich geht es los, der Regen hat tatsächlich Mitleid mit uns und hat in seiner Intensität nachgelassen, die Trikes werden beladen, die Crew zieht sich die Regensachen an und dann ab, Richtung Süden in die Sonne, die von allen sehnsüchtig erwartet wird.
Wir fahrender die Lobalp (956m) auf schönen schwingenden Kurven zum Glaubenbüelerpass (1.611m) um von dort aus über Schürfheim zum Wintersportort  Sörenberg und der Mörialp.
Der nächste Kurventanz hinunter nach Gyswill ist regenbedingt natürlich angepasst aber trotzdem schön zum Fahren.
Über den Brueningpass (1.008m) erreichen wir recht zügig den Grimselpass (2.165m) welcher bei eisigem Wind und leichtem Nieselregen heute nicht wirklich Spaß macht. Nach der Abfahrt verlassen wir die geplant Route und fahren auf direktem Weg zum Simplonpass (2.005m). Der Simpson ist eigentlich eher eine Autobahn als ein Pass. Aber er hat ein „Geheimnis“. Es soll bis heute dort ein geheimnisvoller Goldbrunnen rieseln. Männer aus den umliegenden Tälern hatten ihn eines Tages mit Hilfe von Wünschelruten entdeckt. Doch kaum hatten sie begonnen, den Brunnen freizulegen, da erhob sich ein furchtbares Getöse in den Felsen. Die Männer stürzten in Panik davon und alle Versuche, ihn bis heute wieder aufzuspüren bleiben vergeblich.
Ab jetzt, Sonne pur und jede viertel Stunde brachte mindestens 1°C an Temperaturerhöhung. Italien wir kommen.
Super Wetter, die Laune steigt, alle fahren mit einem Grinsen im Gesicht Richtung Lago.
Gegen 17 Uhr erreichen wir unser Partnerhotel Rigoli am Lago Maggiore, wo wir die nächsten zwei Tage nächtigen werden.
Raus aus den Klamotten, ab an den privaten Sandstrand und ein paar Drinks haben wir uns bis hierhin verdient.
Abends ging es dann noch in die Pizzeria La Trappola zum gemeinsamen Abendessen.
Insgesamt ein gelungener Tag mir tollem Abschluss.
Alle sind zufrieden, tolle Location, tolle Pizzeria, tolle Truppe, alles gut. Lasst uns die kommenden Tage in freudiger Erwartung angehen.

3. Tag
Ein wunderschöner Tag am Lago Maggiore bricht an. Frühstück auf der Terrasse direkt am Wasser, was will man mehr.
Frisch gestärkt geht es an die Trikes zum Start aber…
Ein Trike verweigert den Dienst, Zündschloss durchgeschmort, starten nicht möglich. Nachdem genau dieser Defekt an diesem Trike im letzten Jahr schon mal Thema war, hatte der Fahrer natürlich alle notwendigen Utensilien dabei, um das Problem zu umgehen. Einbau 20min, alles gut, Trike läuft.
Wir fahren noch im Ort zur nächsten Autowerkstatt, vielleicht bekommen wir ja ein neues Zündschloss bis zum Abend.
Um ganz sicher zu gehen, erfolgt ein Anruf im heimischen Büro von Edeltrikes, die lassen vom Hersteller ein neues Schloss per Nachtexpress direkt in unser Hotel vom Tag 4 senden. Spätestens dort sollte das Problem dann nachhaltig beseitigt werden können.
Nun aber los.
Gleich nach dem Start gewinnen wir ständig an Höhe und lassen den Lago Maggiore recht schnell hinter uns. Wir fahren heute rund um den Monte Barone.
Über kleinste Bergstrassen fahren wir entlang des Ortasees auf dessen Gipfel die Kapelle auf dem heiligen Berg seit 2003 als Teil der SacriMonti in die Liste des Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen ist.
Weiter geht es in das kleine Bergdorf Piedicavallo mit seinen knapp 200 Einwohnern. Es ist eines der typischen kleinen Bergdörfern und dort lebt man hauptsächlich vom Tourismus. Wunderschöne kleine Häuser und genial kleine Strassen. Auf einen Cappo machen wir hier halt, muss man mal gesehen haben.
Unser nächstes Ziel ist Bocchetta di Seesera. Der Ort bildet den Westeinstieg in die hier verlaufende Höhenstrasse. Am Scheitel gibt es Aussicht nach beiden Seiten des Höhenzuges. Die weitere Strecke über die Alpe di Noteis überquert einen Südostausläufer des Monte Barone (2044m), der Scheitel des Sattels wird dabei jedoch nur tangiert. Das schmale und kurvenreiche Sträßchen zwischen Valsessera und Valle di Postum ist genau das Richtige für uns. Entlang der Strecke gibt es einige Stellen , die einen herrlichen Blick in die ebene bieten. In einer Kehre östlich der Alpe di Noteis werden wir den TOP Ausblick und unsere Mittagspause im Restaurant Alpe Noveis geniessen.

Frisch gestärkt werden wir nun über kleine und kleinste Bergstrassen auf den Weg zurück ins Hotel machen. Mitnehmen werden wir auf jeden Fall den Monte Mottarone (1491m) mit seiner genialen Aussicht auf den Lago Maggiore und sechs weiteren Seen.
Die „Aussichtsterrasse“, wie der Berg auch genannt wird, hat eine Seilbahn ins Tal und weitere Touristische Aktivitäten. Aber wir müssen aufpassen, die Strassen hier oben sind nicht die Besten.
Heute passt unser Zeitplan nicht so ganz, es gab einfach zu viel zu sehen und der Zündschlossdefekt vom Morgen zollt seinen Tribut. Daher kamen wir leicht verspätet im Hotel an. Aber trotzdem waren wir so gegen 20 Uhr im Ristorante Post zu einem guten Abendessen.
Später gab es noch ein richtiges Sturmtief am Lago, Schirme vielen um, so einiges macht sich selbstständig und suchte einen Weg durch die Gassen.
Also nichts wie rein in eine Bar und warten, bis der Sturm sich ausgetobt hat.
Trotzdem gab es danach am Sandstrand vom Hotel noch einen „Absacker“, das Hotel liegt einfach zu genial, um sowas auszulassen und der sternenklare Himmel lud uns förmlich dazu ein.

4. Tag
Nach einem letzten Frühstück am wunderschönen Strand vom Lago Maggiore soll es nun weiter gehen Richtung Comersee.
Um dem Verkehrschaos rund um den Lago zu entgehen machen wir heut mal was anderes. Wir fahren Fähre von Intra nach Laveno. Die Fähre fährt alle 20min und kostet 7,80 für Trike mit einer Person und 11,20 für Trike mit zwei Personen. Eine schöne Überfahrt die aber nach ca. 20min auch schon wieder Geschichte ist.
Noch was zum Lago Maggiore. Er bedeckt eine Fläche von 212,5 Quadratkilometer und gehört zu 80% zu Italien und zu 20% zur Schweiz. Er entstand wie auch die anderen oberitalienischen Seen beim Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher. 
Vor allem der Nordteil den wir heute erfahren werden ist von hohen Felswänden umgeben.

Über extra windungsreiche, kleine Bergstrecken fahren wir nun an den Luganersee oder auch Lago di Lugano. er befindet sich zu 63% im Schweizer Kanton Tessin und zu 37% liegt er auf italienischem Gebiet. Schnell kann es da passieren, dass wir die Grenze zwischen Italien und der Schweiz innerhalb weniger Minuten mehrfach passieren müssen.
Seine extrem gezipfelt Form (wegen der er auch Ceresio = der Gehörnte genannt wird) erklärt sich durch das Aufeinandertreffen zweier Gletscher nach der Eiszeit. Leider gab es im vielbefahrenen Lugano einen Riss in der Gruppe. Der hintere Teil fuhr, bedingt durch sehr viel Verkehr an einem Abbiegepunkt geradeaus,. Das dort wartende Trike konnte nicht gesehen werden, da gleichzeitig ein großer Bus abbog und somit die Sicht in die Strasse komplett versperrt war. Die „Fehlgeleiteten“ erkannten aber bald das Problem und entsprechende Infos vom Guide brachten sie wieder auf die Route.
Allerdings kostete das dann doch ca. eine Stunde.

In der Folge erreichen wir den Comer See dessen Tourismus am stärksten im Süden pulsiert. Man merkt das an den verstopften Strassen rund um Como und Leck.
Daher wählen wir den Weg gen Norden.
Charakteristisch sind hier die zahlreichen, direkt am Ufer liegenden kleinen Dörfer, von denen viele ihren ganz eigenen Charakter bis heute erhalten haben.
Hier dann noch eine letzte Pause in Musso und dann ging es ca. 20km bis zu unserem neuen Hotel Saligari am kleinen Lago di Mezzola.
Ein sehr schönes Hotel mit ausgezeichneter Küche und einem wirklich sehenswerten Weinkeller. Hier kann man es sich gut gehen lassen. Bei Ankunft wurde uns gleich das gestern bestellte, von uns sehnsüchtig erwartete Paket mit dem bestellten Zündschloss übergeben und dieses auch postwendend eingebaut. 

Das Abendessen war um 19:30 im Hotelrestaurant La Trela geplant. Hier gibt es auch einen sehr schönen Holzofen, in dem jeder Gast zusehen konnte, wie seine Pizza fertiggestellt wurde.
Bei der super Auswahl an italienischer Küche hat jeder etwas gefunden und alle sind nach ein paar Getränken zufrieden ins Bett gekommen.

5. Tag
Ein tolles Frühstück für einen genialen Tag. Alle treffen sich auf der Terrasse, um den Tag gemeinsam zu beginnen.
Pünktlich um 9 Uhr, nach dem obligatorischen Briefing, geht es los Richtung Schweiz. Wir nutzen hier die zentrale Lage des Hotels aus, um den Tag im Nachbarland zu verbringen.
Über Chiavenna erreichen wir recht schnell die Südrampe des Splügenpasses (2.114m) der die Lombardei mit dem Schweizer Kanton Graubünden verbindet.
Viele schöne Kurven und Kehren begleiten uns hinauf. Oben angekommen gibt es erst mal eine Kaffeepause.
Auf dem weiteren Weg über Andere erreichen wir eine enge Schlucht, die seit dem 13. Jahrhundert als Via Mala (Schlechte Strasse) bekannt ist. Der Hinterrhein hat sich hier bis zu 600m tief in das Gestein eingeschnitten. So eindrucksvoll bereits der Strassenverlauf ist - die ganze Schönheit erschliesst sich aber nur bei der Begehung der Touristisch erschlossenen Klamm. Wir können das leider nicht, da es dort keinerlei Parkplätze gibt und wir für die neun Trikes schon so einige Stellfläche benötigen würden.
Die nun folgende, landschaftlich sehr reizvolle, gut ausgebaute und einfach zu fahrende Strasse über den Julierpass (2.284m) überwindet auf der ca. 34km langen Nordrampe 1.433m Höhendifferenz in mehreren Stufen, zwischen denen kurze Steigungen bis max. 18% liegen.
Auf der Passhöhe folgt eine entsprechende Pause.
Dass wir in der Schweiz sind, merken wir sofort bei den aufgerufenen Preisen für Essen und Trinken.
1/2 Liter Wasser 4,50, eine Buchweizensuppe 8,50 und die Krönung war eine Bratwurst mit Pommes 14 CHF, wobei man hier noch bemerken muss, dass der Verkäufer ausdrücklich die Menge an zu verwendendem Senf einschränkte, Originalton „Nun ist es aber genug, wenn jeder so viel Senf nimmt, ist die Flasche ja in zwei Tagen leer“.
Unfassbar, aber scheinbar kommt der vermeintliche Reichtum der Schweiz durch solche Kleinkrämerei zustande.
Im Tal bei Silvaplana angekommen verlassen wir unsere Route ein wenig und fahren eine Schleife über St.Moritz. Dieser mondäne Ort ist einer der bekanntesten Ferienorte der Welt. Schick, elegant und exklusiv, mit sehr kosmopolitischem Ambiente liegt er auf 1856m. Diese Berge, diese Seen, das Licht dazu, eine Landschaft wie ein Traum.
Beim Tankstop in St. Moritz ein neues Problem an einem Trike, die Vorderradbremse scheint Metall auf Metall zu bremsen. Also heisst das, die Gruppe fährt weiter zum Ende des Silvaplanasees und der Guide sucht mit dem Fahrer eine Werkstatt auf, um das Problem zu analysieren.
Nach kurzer Zeit sind beide wieder bei der Gruppe, Entwarnung, die Beläge halten noch bis daheim, lediglich die Federn welche das Klappern der Bremsbeläge verhindern sollen schleifen auf der Scheibe.
Schnell noch ein Gruppenfoto am malerischen Silvaplanasee und dann schicken wir uns an, den letzten Pass für heute unter die Räder zu nehmen.
Wir fahren den gut ausgebauten und landschaftlich sehr schönen Majolapass (1.815m). Der Majolapass verbindet St. Moritz mit Italien das wir in der Folge über Chiavenna wieder erreichen.

Pünktlich in unseren Hotel gibt es ein Tagesabschlussbier und nach dem Duschen treffen wir und wieder um 19:30 im La Trela zum gemeinsamen Abendessen.
Dort klingt ein weiterer schöner Tag unserer Tour aus und alle sind bester Laune.

6. Tag
Heute verlassen wir das Gebiet des Comersees, um uns über die zwei schönsten und mächtigsten Pässe Italiens unserem, für diese Tour letzten, Partnerhotel in Sulden zu nähern.
Wir fahren am oberen Ostufer des Comer Sees entlang zu dem romantischen Ort Varenna, um dort die erste Kaffeepause einzulegen. Ein wunderschöner, kleiner, naturbelassener und beschaulicher Ort mit „sauengen“ Strassen. Varenna wird auch als der malerische und charmanteste Ort am Comer See bezeichnet.
Nachdem ein Trike Probleme mit abgefahrenen Hinterreifen zeigte ging es danach in Edolo zum Reifenhändler um durch drehen der Pneus auf den Felgen Abhilfe zu schaffen. Die vielen Kurven der Pässen zollten Ihren Tribut und die Straße im Süden radieren die Reifen einfach viel mehr ab als die Straßenbeläge in Deutschland.
Der Rest ging derweil Trike waschen, kurz zuvor hatte ein Sprühwagen die Strasse bewässert, was zu einer riesen Sauerei an Trikes und Klamotten führte, einfach das Problem Staub „verschlimmbessert“. Dann eine kurze Kaffeepause.
Bei der Pause stellte sich heraus, dass ein weiteres Trike Probleme mit dem Auspuff hat. drei Schrauben am Krümmer des Turboladers sind einfach raus vibriert. Also auch damit ab zum Ford-Händler zur Reparatur. Das Reifenthema war recht schnell erledigt und die Gruppe fuhr weiter Richtung Gaviapass. Das Auspuffthema wurde in der Werkstatt sehr professionell und schnell repariert. Eine Zahlung lehnte der Mechaniker ab, „das machen wir gerne für Dich, gute Fahrt“. So etwas sucht man in Deutschland.
Also der Gruppe nach auf den Pass der Pässe. 2.618m pure Gewalt bei einer max. Steigung von 16%, das ist der Passo Gavia! Auf der engen und schlecht überschaubaren Straße geht es dem Sattel entgegen, immer ein Auge auf dem Gegenverkehr und den dann notwendige Ausweichstellen.
Oben angekommen hatten wir die Gruppe auch wieder und es wartete eine Überraschung auf uns. Ein befreundetes Triker-Ehepaar aus der Schweiz, unterwegs mit den Rennrädern, war auch gerade dort oben angekommen um uns zu überraschen. Das gab natürlich ein riesen Hallo, zumal wir die zwei wie vorab mit Ihnen besprochen erst morgen auf dem Passo Stelvio erwartet hatten. Die Rennräder fuhren zuerst den Pass hinab Richtung Bormio und wir folgten. Wenn Rennräder dort mit so ca. 60km/h runterfahren, wird das Überholen schwierig und um die zwei nicht unnötig zu gefährden, bleiben wir solange hinter, bis es gefahrlos möglich wurde.
In Bormio ging es dann zu einer kleinen aber sehr feinen Eisdiele mitten im Ort, um bei über 30°C eine kleine Erfrischung zu uns zu nehmen.

Danach folgte noch der König der Pässe, der Passo de Stelvio (2.763m). Eine tolle Auffahrt von Bormio aus, wenngleich ein Teil der Gruppe im kleinsten und schmalsten der dort vorhandenen Tunnels zurücksetzen musste, da der Gegenverkehr schon recht weit im Tunnel war, aber genau solche Momente machen diese Pässe ja aus.
Oben angekommen zuckte am alten Zollhauser Lenker leicht nach links, aber heute geht es noch nicht zum Umbrail sondern auf die Passhöhe zum Wurstel Bruno. Diese Wurst ist Kult auf dem Stilfser Joch und muss jedes Mal verspeist werden.
Danach ab Richtung Hotel Paradies in Sulden über ein wahres Gewitter an schnell aufeinander folgenden engen 180° Kehren, verziert von so einigen Rennradfahrern. Da heisst es höchste Aufmerksamkeit, zumal so einige Auto- und auch Motorradfahrer hier offensichtlich extrem überfordert waren.

Im Hotel Paradies in Sulden angekommen gab es erst mal einen Stehempfang vor dem Hotel. Für uns als Stammgäste ist das eine Selbstverständlichkeit für den Hotelier Luka.
Tolles Wetter, ein Aperitif in der Hand und etwas zum Knabbernn, so kann man die Tour auch ausklingen lassen.
Nach der Einteilung der Zimmer und ein wenig Wellness gab es dann um 19:30 das Abendmenü als HP.
Danach Ausklang an der Bar. Das war dann schnell vorbei, da so ca. 120 Holländer, die mit den Radeln für einen guten Zweck auch dort eingebucht waren, in der Bar einen solchen Lärmpegel erzeugten, dass wir uns gerne ins Nebenzimmer begaben. Dort hatten wir dann unsere Ruhe und konnten noch bei ein ein paar Drinks den Tag revue passieren lassen. Gegen 23.00 Uhr schickte Jadranka (eine unserer mitreisenden Damen) dann die sportlichen Holländer in´s Bett und die Bar gehörte ab sofort unserer Trikegruppe fast ganz allein! Spätestens nach dem sie dann noch einem Motorradfahrer aus der Pfalz unserer Gruppe namentlich vorstellte und er sich alle Namen (auch die der Ehefrauen, Kinder, Hunde, etc.) merken musste war der Bauchmuskelkater für den kommenden Tag sicher gestellt.

7.Tag
Abfahrt um 9 Uhr auf das Stilfser Joch. Auf 48 engen Kehren überwinden wir ca. 1.200 Höhenmeter bis zur Passhöhe, ein paar Kehren weiter  geht es am Zollhäusl rechts ab auf den Umbrailpass (2.503m) in die Schweiz. In St.Maria biegen wir links ab auf den Ofenpass (2.159m), der keine wirklichen Highlights bietet aber durch eine wunderschöne bewaldete, weitestgehend „dorffreie“ Zone führt und damit schon dann doch schon wieder ein wenig Romantik „versprüht“.  Aufgeregtes hupen der Gruppe veranlasste den Tourguide zu einem unplanmäßigen Stopp! Der Kompressor des Boom Mustang´s rasselte plötzlich furchtbar laut und brachte keine Leistung mehr, wieder traf es damit unseren Ulli den die neuerliche Panne sichtlich ärgerte. Das Trike wurde sicher geparkt, Ulli und seine Frau wurden auf anderen Trikes verteilt und das Trike 5h später am Rückweg wieder abgeholt. 
Nun folgt die beliebte, kurvenreiche Strasse über den Flüelapass (2.383m) der Such im Unterengadin mit Davos im Landwalsertal verbindet. An der zwischen Schwarzhorn (3.147m) und Weisshorn (2.653m) gelegenen Passhöhe befindet sich das Flüela-Hospiz neben einem kleinen ‚Seeauge. Nach Durchfahrt durch den Nobelort Davos machen wir uns auf zum Albulapass (2.322m). Die schmale Strecke ist nur wenig gefahren und erfreut sich sowohl wegen der herrlichen hochalpinen Landschaft in der Scheitelregion als auch wegen der abwechslungsreichen Streckenführung großer Beliebtheit.
Als nächstes erwartet uns mit dem Berninaass (2330m) einer der schönsten Schweizer Alpenpässe der uns durch einen Zollgrenzgebiet führt, früher ein beliebtes Schmugglertal.
Über den wenig spektakulären Livignopass geht es ins zollfreie Paradies zum Tanken und Einkaufen.

Frisch gestärkt folgt nun der Foscagnopass und für diese Tour zum letzten Mal der Königspass, das Stilfser Joch. Nach der obligatorischen Pause beim Würstl Bruno geht es zurück ins Hotel Paradies wo das Abendessen wieder gegen 19:30 geplant ist. Mit ein wenig Wehmut sitzen alle danach beieinander, die Tour neigt sich dem Ende, morgen geht es wieder heim. Ein guter Waldhimbergeist besiegelt einen tollen Tourtag und die klasse Stimmung in der Gruppe hat das höchst mögliche Level erreicht!

8. Tag
Abfahrt 9 Uhr, es geht über ca. 435km heim nach Mühlacker. Eine ganz schön lange Tour. Also los über den Reschenpass vorbei an der Piller Höhenstrasse, die wir heute mal auslassen, hinauf zum Hahntennjoch. Dort oben die letzte Pause auf einem Pass bei dieser Tour und dann geht es über das Tannheimer Tal zur Mittagspause auf´s Oberjoch in der Moorhütte. Dort war heute auch noch Livemusik, also insgesamt eine schöne Mittagspause. Weiter geht es über die Alb in Richtung Mühlacker. Unsere letzte Tourpause halten wir an einem Biker Treff im „Bootshaus“ im wunderschönen, idyllisch gelegenen Lautertal ab.
Es ist schon spät und alle möchten heim aber dann leider doch noch ein Defekt. Bei einem Trike mit Erstzulassung 2015 hat das Lager der Umlenkrolle des Lichtmaschinenkeilriemens „gefressen“. An ein Weiterfahren ist mit diesem Trike nicht mehr zu denken und das nur ca. 130km vor dem Ziel. Also ist Abschleppen angesagt.
Die Gruppe fährt weiter und erreicht gegen 19.45 die Vermietung in Mühlacker wo die Tour bei einem kalten Tannenzäpfle in der Vermietstation von Edeltrikes ausklingt.

Fazit: eine geniale Tour über 8 Tage, eine tolle Truppe, leider ein paar ungewohnte Blessuren an den durchweg recht neuwertigen Trikes aber der Kommentar unisono „Immer wieder gerne!!“

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Info:
www.edeltrikes.de
www.hotel-scharfes-eck.com
www.hirschen-birndorf.de
www.roessli-dagmersellen.ch
www.hotelrigoli.com
www.hotelsaligri.com
www.sporthotel-paradies.com



Freitag, 5. August 2016

Spontanurlaub im Hotel Fernblick Tirol

Ganz spontan entschieden wir uns nach 2 Jahren mal wieder bei Andi und Silvia im Hotel Fernblick vorbei zu schauen.

Schliesslich ist der Weg dorthin ja nicht so lang und wir hatten schon Sehnsucht, dieses kleine und familiäre Hotel mit dem tollen Team mal wieder zu besuchen.
Allerdings haben wir die Feuerklinge daheim gelassen und sind mit dem Bonz gefahren.
Wir wollten in den zwei Tagen keine Pässe fahren, sondern das Gebiet rund um Fiss, Serfaus, Ladis per Gondel zu erkunden.

Also auf die Autobahn und in knapp über zwei Stunden nach Fiss.
Wunderbar, auf den letzten Kilometern noch 13 Kehren bergauf fahren zu dürfen, einfach toll.

Im Hotel angekommen erschreckten wir gleich mal die ganze Mannschaft beim Mittagessen. Grosses Hallo und wir wurden wie immer sehr familiär empfangen.
Unser Zimmer war gerade frisch renoviert und wurde quasi in letzter Minute fertig. Die Vorhänge kamen am Tag vorher und der Fön wurde am morgen der Anreise noch repariert.
Was sollen wir sagen, toller Einsatz um uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Nachdem wir unsere Sachen im Zimmer verstaut haben, sind wir umgehend Richtung Lift zur Möseralm gegangen, um das schöne Wetter dort oben auf über 1800 Metern zu geniessen.
Auf dem Rückweg darf natürlich der Stopp auf der Hexenalm nicht fehlen, das ist einfach Kult und immer wieder gut.

Am Abend waren wir dann zum Essen in der Bonderosa, einem wirklich tollen Steakhaus gleich neben dem Fernblick.
Black Angus, super zart, fast ohne Messer zu essen, genial aber nicht ganz billig. Egal man gönnt sich ja sonst nix :-)

Am Dienstag haben wir dann die Kaunertaler Gletscherstrasse erfahren.
Nach einem leichten Zucker bei 23 Euro Maut sind wir dann diese wunderschöne ca. 30km lange Strasse rauf auf 2750 Meter gefahren.
Recht frisch da oben aber wenn die Sonne leicht durch die Wolken blinzelt wird es schon wieder warm.
Der Gletscher wird immer weniger, kein Wunder wenn dort obern so ca. 8°C herrschen. Viele Teile sind mit Folien abgedeckt, um wenigstens die Teile noch ein paar Jahre erhalten zu können.
Einfach traurig, aber die Klimaerwärmung scheint hier oben ganze Arbeit zu leisten.
Nach der Heimkehr gab es beim Andi noch selbstgemachte Pizza zum Abendbrot und ein paar Getränken an der Bar mit tollen Gesprächen mit den anderen Gästen klang der Tag wunderbar harmonisch aus.

Der nächste Tag wurde der Gondeltag.
Morgens nach einem guten Frühstück rauf auf die Möseralm. Dann von dort über den Panoramaweg zur nächsten Seilbahn bergab Richtung Serfaus.
Kurze Rast dort und dann in die Gondel zum Komperdel und Umsteigen nach Lazid auf 2351 Meter Höhe zur wunderschön gelegenen Bergalm.
Hier im Lassida kann man es sich bei wunderbarem Sonnenschein wirklich gut gehen und die Seele baumeln lassen.
Nach einiger Zeit geht es dann wieder runter nach Serfaus und dann wieder Bergauf Richtung Fiss.
Noch einmal den Panoramaweg in entgegengesetzter Richtung und danach in die Gondel bergab nach Fiss.
Dort angekommen durfte der Stopp in der Hexenalm natürlich nicht fehlen.


Heike suchte noch eine graue Jacke und so klapperten wir die drei Sportgeschäfte ab, fanden aber für Heike nichts. Aber für mich fiel dann doch noch ein neues Polohemd ab ;-)

Nachdem beim Andi noch zwei T-Shirts geordert wurden, war der Warenkorb gut gefüllt, aber es kam noch besser.
Martin hatte das Kappi vom allerersten Besuch im Fernblick dabei. Nachdem er damit in die Bar kam und Andi spontan meinte, dass das schon ziemlich ausgebleichte Farben sind, gab es als Geschenk von Andi ein neues mit frischen Farben. Zusätzlich noch zwei der neuen Kollektion für uns beide.
Eine nette Geste, so kennen wir das im Fernblick. Wenn wir das nächste mal kommen natürlich mit der neuesten Kollektion auf dem Kopf.

Der letzte Abend endete nach einer tollen Käseplatte an der Bar mit netten Gesprächen und tollen Bildern eines Profi-Fotografen, der heute mit Andy und einigen Motorradfahren Bilder für das neue Hotelprospekt geschossen hat.
Interessant, wie ein Profi Bilder sieht und entsprechend „schiesst“. Wir konnten in netten Gesprächen viel für unsere Hobbyfotografiererei lernen.
Wobei, das notwendige Auge muss sich jeder selbst aneignen, aber aus den Profi-Fotos bekamen wir jede Menge Anregungen, worauf zu achten ist und was man unbedingt vermeiden sollte.

Insgesamt ein paar tolle Tage im Hotel Fernblick, wir kommen gerne wieder.

Die Rückreise ging total unspektakulär über die A12. Kein Stress, alles easy, trotzdem sind wir in Kufstein von der Autobahn runter um den Stau bei der Einreise nach Deutschland zu umgehen.
Ein Biergartenbesuch bei 30°C machte den Ausklang diese schönen Tage perfekt.




Dienstag, 12. Juli 2016

Fahrsicherheitstraining, auch für Trikes absolut sinnvoll

Trikesicherheitstraining bei Edeltrikes




Sicherheit geht auch beim Triken über alles. Daher sind Fahrsicherheitstrainings auch für uns unerlässlich.
Wir, Heike und Martin, machen das alle zwei Jahre und zwar nicht irgendwo, sondern bei ausgebildeten Instruktoren der Verkehrswacht Vaihingen/Enz.
Seit mehr als 20 Jahren arbeitet hier Dieter Edel mit der Deutschen Verkehrswacht zusammen um ein möglichst effektives Training speziell für Trikes zu entwickeln.
Inzwischen ist das dort gebotene Programm auf dem grössten Trainingsplatz in Deutschland wirklich „erfahrenswert“.
Es gibt alles was benötigt wird, reifenschonende Beläge, Bremsen auf Asphalt und „Schmierseife“, Kreisbahn, Rüttelplatte etc. 
Spezielle Übungen, die die Besonderheiten der Trikes berücksichtigen, sind über Jahre gewachsen und sind genau auf die Trikes abgestimmt, um dieses Training möglichst effektiv zu gestalten.
Jeder Teilnehmer soll danach mit dem Gefühl nach Hause fahren, sein Trike ab sofort noch sicherer zu bewegen und in Gefahrensituationen noch souveräner reagieren zu können.

Also los gehts, das Trike auf den Anhänger vom vermutlich größten Trine-Anhängerverkäufer Deutschlands, IEK-GmbH (http://www.trike-anhaenger.de) und ab auf die Autobahn nach Mühlacker.

Zuerst kommt bei Edeltrikes immer der Kennenlernabend einen Tag vor dem Event. Dort lernen sich alle Teilnehmer in lockerer Atmosphäre kennen und jeder weiss, welche Trikes sich morgen auf dem Platz treffen. 
Nach einer lauen langen Nacht im Biergarten vom Nachtwächter in Lienzingen geht es schon um 7:45 zum Treffen zur Halle von Edeltrikes in Mühlacker, damit wir pünktlich um 8:15 auf dem Verkehrsübungsplatz eintreffen wo Winfried Nelle schon auf uns wartet.

Nach der Aufnahme der Daten und Erfragen  der persönlichen Erwartungen geht es umgehend auf den Platz .

Die erste Übung ist Bremsen. Man wundert sich wirklich, was da alles falsch laufen kann. 
Eine echte Vollbremsung ist garnicht so einfach und jeder „verschenkte“ Meter erhöht den Bremsweg nicht unerheblich.
Wir lernen das optimale Bremsen auf topgrip Asphalt,  auf gemischtem Untergrund (Asphalt und Grünstreifen) und auf ausschliesslich glattem Untergrund. 
Weiterhin führt die Erhöhung der Geschwindigkeit von 50km/h auf 70 km/h zu fundamentalen Erkenntnissen, wie weit sich der Bremsweg tatsächlich verlängert.

Als besonderen Gag durften wir dann einen Pilonenparcour der eigentlich vorwärts durchfahren wird rückwärts durchfahren und die Zeit wurde gestoppt. Hat riesigen Spass gemacht, auch diejenigen, die mit Rückwärtsfahren so ihre Probleme hatten, konnten das entsprechend üben.
 
Danach ging es auf die Kreisbahn, wo wir all die Bremsübungen auch in der Kurve üben konnten. 
Alle vorher erworbenen Kenntnisse mussten hier entsprechen umgesetzt werden, was den Teilnehmern mehr oder weniger gelang. Egal, wir sind hier, um sowas zu probieren und Erfahrungen mit dem eigenen Trike zu sammeln. 
Auch hier gab es wieder die Kurve auf Asphalt und auf „Schmierseife“. Toll, wie das bereits gelernte dort umgesetzt wurde.
Jeder wurde immer sicherer und konnte die Übungen entsprechend absolvieren.
Man konnte förmlich erkennen, dass alle besonders auf dem glatten Untergrund immer sicherer wurden und ihre Geschwindigkeit passend zum Untergrund wählten.
Der Abschluss auf der Rüttelplatte musste leider entfallen, da die neue Elektronik Trikes nicht erkennt, schade aber nicht zu ändern.

Nach der Feedbackrunde und Ausgabe der Ausweise und Urkunden ging es ab auf die kleine Ausfahrt am Nachmittag.

Wetter genial, Anfahrt durch Weinberge zur Waldschänke Hörnle in den schönen Stromberg.
Dort oben ein genialer Ausblick ins Tal und jeder konnte den Hunger und Durst entsprechend stillen.

Nach ca. 80km Rundreise landeten wir gegen 17:30 wieder in Mühlacker.
Da es in Lienzingen zufällig auch noch die 125-Jahrfeier gab, hatten wir viel Spass im Biergarten des Nachtwächter und ein tolles Wochenende klang entsprechend aus.

Tolle Erlebnisse, tolle Truppe, viel gelernt, immer wieder gerne…..


hier noch ein paar Videos

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